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Gemeinsam die Natur geniessen & Schweisstropfen vergiessen...

Pic de Grandval 21. Mai 2009 / Auffahrt

Das Tief kam hinten nicht mehr hoch und das Hoch fiel immer tiefer. Na wie wird denn nun das Wetter? Irma, unsere Tourenleiterin, kämpft sich durch verschiedene Wetterseiten am PC und muss feststellen, dass es sich das Wetter wie in den Lehrbüchern kurzfristig anders überlegt hat. Die Entscheidung ist somit gefallen, und wir können an Auffahrt höchstens an einem Tag in den Jura (r)auffahren.

Nachdem Irma Roli in Olten aufgeladen hatte holten wir Priska von der JO zu Hause

ab. Das ist doch Service für den Nachwuchs des SAC-Olten!

Eigentlich gehe man bei diesem schwarzen Himmel gar nicht aus dem Bette. Tatsächlich wurde die Windschutzscheibe schon im Tal nass. Doch weil die Scheiben bei der grossen Kurve in Gänsbrunnen schon wieder trocken waren, gabs zum Leid der Genussmenschen keinen Kaffe mehr. Schliesslich sollte der Wetterbericht doch wenigstens für die nächsten paar Stunden stimmen.

Der kurze Zustieg war ein gutes Eingehen für die kommenden sieben Seillängen. Am Einstieg hat es noch keine Kletterer und somit haben die dunklen Wolken ihren klaren Vorteil. Schon während der zweiten Seillänge macht sich blauer Himmel breit. Die Kletterei in gutem Felsen vom 4° bis 6- (5c) ist bespickt mit tausenden von Blumen und Blüten. Eine duftende Parkanlage in der Senkrechten die scheinbar von den Echsen im wärmenden Sonnenschein gepflegt wird!

Auf dem windigen Gipfel seilten wir uns gleich los und genossen noch kurz die Aussicht über die Jurahöhen und die grüne Pracht unter uns.

Beim Abstieg verweilten wir in der zum Teil heissen Sonne im Klettergarten und versuchten uns bis 6+ (6a+). Doch bewerteten wir es etwas schwerer. Durch die Ruhe des Tales drang während des Mittagessens für uns drei ein Muhen von der Talsole. Wir lernten jedoch sehr schnell, wie gewisse Geräusche in der modernen Zeit interpretiert werden, als wir von unserer jüngsten Teilnehmerinnen gefragt wurden, wer denn das Natel auf lautlos gestellt habe. Und tatsächlich tönte die Kuh aus der Ferne zum verwechseln ähnlich. Zum Glück hatte ich nichts mehr im Munde, denn mich schüttelte es vor lauter Lachen wieder einmal so richtig durch. Nicht auszudenken, wenn mir dies in der 6+-Route passiert wäre.

Hinterlistig schlich sich in der Zwischenzeit eine neue schwarze Front von hinter dem Bergkamm an uns ran und mit den ersten Tropfen standen wir wieder beim Auto unten, weil wir die Wetterhinweise ernst genommen hatten. Der Parkplatz bei der Kiesgrube hatte sich inzwischen mit fast 10 Autos gefüllt und in den Wänden wurde es lauter und einige Kletterer pitsch nass.

Auf der Heimfahrt wurden wir noch von einem Motorradunfall gebremst und schlossen den Tag nach dem heftigen Gewitter bei Apfelschorle, Erdbeeren usw. in der inzwischen wieder wärmenden Sonne bei Gänsbrunnen ab.

Urs Hirsiger

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