SAC Olten
(Tourenleitung: Stefan Goerre)
Am Donnerstag erfuhren wir von Stefan, dass der Skiliftzur Gisleralp aufgrund von Schneemangel nicht mehr fuhr. Dies bescherte uns eine Stunde frühere Abfahrt und natürlich einige zusätzliche Aufstiegshöhenmeter. Davon liessen wir uns (Tom, Beat, Ruth, Nikolaus, Dieter, Markus und ich) allerdings nicht abschrecken. Wir besammelten uns bereits um 06 Uhr beim Parkplatz von Nussbaum, um uns dann auf den Weg in die Innerschweiz zu machen. Die Stunde früher hatte seine Vorteile: wir waren dem vorhergesagten Föhnsturm eine Stunde voraus und wir umgingen so auch elegant den Stau vor dem Sonnenbergtunnel, welcher derzeit renoviert wird und zeitweise gesperrt wird. Durchs Urnerland, vorbei an der Tellstatue in Altdorf fuhren wir Richtung Klausenpass und Schächental.
Von Spiringen aus brachte das Bähnli die Gruppe bis nach Ratzi, von da an nahmen wir den Aufstieg unter die Felle. Zu Beginn gings von Schneeplätz zu Schneeplätz bis wir ab der Waldgrenze auf einer geschlossenen Schneedecke aufstiegen. Auf dem Grätli konnten wir die herrliche Aussicht auf die imposanten Glarner Alpen und einen tollen Blick ins urchige Chinzertal geniessen. In der Abfahrt zum Dürrseeli fanden wir mit etwas Glück noch einige schöne Pulverhänge. Nach der Traversierung fellten wir unsere Ski wieder an resp Tom, der Snöber in der Gruppe, montierte wieder die Schneeschuhe. Wir stiegen Richtung Höch Pfaffen hoch und genossen dabei die Abgeschiedenheit der Landschaft. Mit dem langen Gegenanstieg und den wärmer werdenden Temperaturen im Hinterkopf entschieden wir uns dann etwas unterhalb des Gipfelgrates dazu, auf den windigen Grat und Gipfel zu verzichten. Wir nahmen die Abfahrt bei guten Schneebedingungen unter die Bretter und machten uns wieder an den Gegenanstieg zurück aufs Grätli. Auf der Krete blies der älteste Urner uns heftig um die Ohren und machte das Abfellen zu einer echten Herausforderung. Die Abfahrt bis zur Waldgrenze bot guten und vor allem genügend Schnee. Danach wurden die Schneefelder immer spärlicher und die Abstände dazwischen immer grösser. Dies bot uns die Gelegenheit etwas dazuzulernen: dass es sich auf Gras und Mist recht gut Skifahren lässt. Auf den allerletzten Schneefetzen schafften wir es wieder zurück zur Mini Gondelbahn, welches uns wieder zurück nach Spiringen transportierte.
Herzlichen Dank an die Chauffeure und an Stefan für die reibungslose Organisation der Tour und deren Führung.
27.04.2011: webmaster
Am 30. Januar um 6:30Uhr trafen sich die wackeren SACler auf Gleis 12 in Olten, um gemeinsam die Reise in ein ungewisses Wochenende anzutreten. Manuela war leider krank und konnte nicht mir kommen, so waren wir zu acht. Wie schlecht würde das Wetter nun wirklich sein? Reichen die warmen Pullis und langen Unterhosen? In der gut gemischten Gruppe (Alter, Geschlecht) herrschte gute Stimmung und alle freuten sich auf das lehrreiche Wochenende. In Andermatt angekommen bezogen erst mal alle Ihre Zimmer: Denis, Christoph Anja, Christa, Anita, Bea, Dieter und unser Bergführer Walter. Nach einem Kaffee ging es mit Wüff (Walter) und seinem Sohn Elias los ins Schneegestöber.
Am ersten Tag hatten wir wunderbaren Pulverschnee und die Sicht war ebenfalls gut, trotz des Wetters. Nachdem wir uns auf die Übungen konzentrieren mussten, hatten wir auch keine Gelegenheit uns zu überlegen, ob Sonne doch besser wäre, vor allem weil uns ja der viele Schnee weiche Stürzte und ein maximales Lernvergnügen bereit hielt.
Die ersten Schwünge fuhren wir auf der Piste – kleiner Test unseres Könnens. Und dann gleich rein in den Tiefschnee wir lernten Hochentlasten (in die Knie und in der Kurve *huiii* den Körper strecken) und Tiefentlasten (in der Kurve in die Knie gehen) dies sollten wir in unregelmässigen Gelände je nach Situation anwenden. Und dann wurde geübt und geübt….mehr in die Knie, nach vorne legen, beide Ski immer gleich belasten usw. Die Liftfahrten am Nätschen erinnerten einen daran, warum man lieber läuft, denn es pfiff ein ordentlicher und frischer Wind. Mittags gab es eine Pause und am Nachmittag ging es weiter. Um 15 Uhr verliessen uns schon etwas die Kräfte und wir waren froh, als es dann gegen 16Uhr Richtung Hotel ging – davor gab es noch ein geselliges Bierli und hitzige Bergsteiger Diskussionen. Eine heisse Dusche wärmte alle wieder auf und das gemeinsame Abendessen mit Fondue wurde im Hotel verspeist.
Am zweiten Tag merkten wir unsere Anstrengungen in den Muskeln. Ausserdem waren wir alle samt so neugierig, das wir öfter wachgelegen waren, um das Gerede heimkehrender Aprés-Ski-Geniesser zu verfolgen. Fit und Munter wurden aber alle spätestens nach einem Kaffee und einem feinen Frühstück. Jetzt konnten wir unser neu gewonnenes wissen anwenden. Es ging auf den Gemstock, minus 24 Grad Celsius und Wind. Gut das Wüff weiss, was man da am besten macht. Also Skibrille auf, gut einpacken und oben alles im Vorraum parat machen. Ein kurzes Aufwärmen und dann schnell raus auf die Ski und gleich los. Vorsicht bei weissen Stellen im Gesicht nicht reiben sondern drücken! Die Aussicht war prächtig, doch wir waren alle froh, als wir etwas weiter unten waren. Dann ging es los, links abseits der Piste ins Felsen Tal. Ein Abenteuer für alle. Elias durfte auch ab und zu vorfahren und uns so den Weg weisen. Eine zweite Fahrt auf den Gemstock hätte uns zu viel Zeit gekostet, daher wanderten wir zurück zum Nätschen. Der Schnee war vom Wind verfestigt und somit etwas schwerer und auch die Konturen waren nicht so gut zu erkennen. Gegen Nachmittag zog es wieder zu. Es wurde nochmal kräftig geübt: „Dieter mehr nach vorne legen, Anita spiel ein bisserl mit deinen Techniken, Anja nicht so viel in die Knie und Christa du fährst hinter mir.“ Am Nachmittag gab es noch ein paar Übungen: Skistecken balacieren und in der Kurve die Arme in die Luft reissen. Um 15 Uhr liessen wir die Piste hinter uns und packten zusammen.
Erschöpft und Glücklich fuhren wir zurück nach Olten. Danke Bea für die gute Organisation und das schöne Wochenende mit den vielen Schnee- und Skierfahrungen!
Anita
03.02.2010: webmaster
Das Tief kam hinten nicht mehr hoch und das Hoch fiel immer tiefer. Na wie wird denn nun das Wetter? Irma, unsere Tourenleiterin, kämpft sich durch verschiedene Wetterseiten am PC und muss feststellen, dass es sich das Wetter wie in den Lehrbüchern kurzfristig anders überlegt hat. Die Entscheidung ist somit gefallen, und wir können an Auffahrt höchstens an einem Tag in den Jura (r)auffahren.
Nachdem Irma Roli in Olten aufgeladen hatte holten wir Priska von der JO zu Hause
ab. Das ist doch Service für den Nachwuchs des SAC-Olten!
Eigentlich gehe man bei diesem schwarzen Himmel gar nicht aus dem Bette. Tatsächlich wurde die Windschutzscheibe schon im Tal nass. Doch weil die Scheiben bei der grossen Kurve in Gänsbrunnen schon wieder trocken waren, gabs zum Leid der Genussmenschen keinen Kaffe mehr. Schliesslich sollte der Wetterbericht doch wenigstens für die nächsten paar Stunden stimmen.
Der kurze Zustieg war ein gutes Eingehen für die kommenden sieben Seillängen. Am Einstieg hat es noch keine Kletterer und somit haben die dunklen Wolken ihren klaren Vorteil. Schon während der zweiten Seillänge macht sich blauer Himmel breit. Die Kletterei in gutem Felsen vom 4° bis 6- (5c) ist bespickt mit tausenden von Blumen und Blüten. Eine duftende Parkanlage in der Senkrechten die scheinbar von den Echsen im wärmenden Sonnenschein gepflegt wird!
Auf dem windigen Gipfel seilten wir uns gleich los und genossen noch kurz die Aussicht über die Jurahöhen und die grüne Pracht unter uns.
Beim Abstieg verweilten wir in der zum Teil heissen Sonne im Klettergarten und versuchten uns bis 6+ (6a+). Doch bewerteten wir es etwas schwerer. Durch die Ruhe des Tales drang während des Mittagessens für uns drei ein Muhen von der Talsole. Wir lernten jedoch sehr schnell, wie gewisse Geräusche in der modernen Zeit interpretiert werden, als wir von unserer jüngsten Teilnehmerinnen gefragt wurden, wer denn das Natel auf lautlos gestellt habe. Und tatsächlich tönte die Kuh aus der Ferne zum verwechseln ähnlich. Zum Glück hatte ich nichts mehr im Munde, denn mich schüttelte es vor lauter Lachen wieder einmal so richtig durch. Nicht auszudenken, wenn mir dies in der 6+-Route passiert wäre.
Hinterlistig schlich sich in der Zwischenzeit eine neue schwarze Front von hinter dem Bergkamm an uns ran und mit den ersten Tropfen standen wir wieder beim Auto unten, weil wir die Wetterhinweise ernst genommen hatten. Der Parkplatz bei der Kiesgrube hatte sich inzwischen mit fast 10 Autos gefüllt und in den Wänden wurde es lauter und einige Kletterer pitsch nass.
Auf der Heimfahrt wurden wir noch von einem Motorradunfall gebremst und schlossen den Tag nach dem heftigen Gewitter bei Apfelschorle, Erdbeeren usw. in der inzwischen wieder wärmenden Sonne bei Gänsbrunnen ab.
Urs Hirsiger
03.06.2009: bernhard
Die aus verschiedenen Richtungen angereisten TeilnehmerInnen sowie Walter, unser Bergführer, trafen sich in Zürich und gemeinsam ging’s via Landquart – Klosters und den Vereinatunnel nach Guarda. Der Hütteraufstieg zur schönen, aber schlecht geheizten Tuoihütte war bei wolkenverhangenem Wetter und Schneefall rasch zurückgelegt.
Umso schöner war’s am nächsten Morgen, als wir bei Sonnenschein und pulvrigem Neuschnee auf der eigentlichen Abfahrtsroute zur hinteren Jamspitze (3156m) hochstiegen. Nach einer wunderschönen Abfahrt über den Firnhang ging’s dann nochmals hoch zur Gemsspitze (3107m). Erneut konnten wir einige Pulverhänge hinab schwingen, bis wir in der Jamtalhütte ankamen. Diese riesige Hütte mit fast 200 Betten bietet einen beinahe hotelähnlichen Komfort mit 6-Bett-Zimmern mit fliessendem Wasser, Duschgelegenheit und rassigem Tellerservice.
Zum Augstenberg (3230m) konnten wir am folgenden Tag mit leichtem Rucksack aufsteigen. Walter legte eine wunderschöne, in die Landschaft eingepasste Spur ohne unnötige Spitzkehren. Als erste Gruppe erreichten wir an diesem Tag den Gipfel und auch diese Abfahrt wurde grösstenteils zum Genuss…
Auch am Mittwoch erreichten wir den Gipfel als eine der ersten Gruppen – diesmal die Dreiländerspitze (3197m). Die Verhältnisse am Grat waren sehr gut und wir konnten sogar bis zum umnebelten Gipfelkreuz (dem Sommergipfel) hochgehen. Zurück beim Skidepot begegneten wir einer spanischen Invasionstruppe, welche mit ca. 30 TeilnehmerInnen zur Gipfeleroberung ansetzte. Zum Glück waren wir nun nicht mehr am Grat! Via Fuorcla Vermunt gelangten wir wieder auf Schweizer Boden und retour zur mittlerweile gut besuchten und entsprechend wärmeren Tuoihütte.
Donnertags stand der mächtige Piz Buin (3312m) auf dem Programm. Walter führte uns auch hier wieder innerhalb der Führerzeit auf den Gipfel. Die Verhältnisse an der Fuorcla Cunfin und am Grat des Buins waren ideal, nur standen wir erneut bei Nebel auf dem Gipfel. Zum Abfahren wählten Urs G. und Peter das steile Couloir Fuorcla Buin, der Rest der Gruppe fuhr entlang der Aufstiegsroute zurück zur Tuoihütte.
Am Nachmittag erkundete Walter dann den ersten Teil des etwas exotischen Aufstiegs vom nächsten Tag zum Piz Champatsch. Auf einem alten Lawinenkegel in einem steilen Bachbett bereitete er für uns eine „Aufstiegsleiter“ im Schnee vor.
Am Freitag konnten wir – die Skis auf den Rucksack geschnallt – diese Leiter hochsteigen – ohne Walters Spurarbeit wäre es wohl recht schwierig geworden… – danke Walter. Weiter ging’s zuerst sanft durch ein schönes Hochtal, bevor dann der steile Schlusshang nochmals einiges abverlangte. Die letzte Abfahrt der Tourenwoche führte uns über wunderschöne Hänge zurück nach Guarda.
Walter, herzlichen Dank für Deine optimalen Spuren und angenehme Führung. Herzlichen Dank an Peter für die Organisation und Yvonne, Ingo, Urs G. und Urs H. für die schöne gemeinsame Woche!
Edith Hoffland Locher
05.05.2009: yvonne
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