Iglu-Ski Tour

Iglu-Ski Tour

Hochmotiviert und mit sehr viel Gepäck beladen, trafen wir uns am Bahnhof um unseren Ballast ins Auto von Mägu einzuladen. Wir fuhren dann aufgrund von Platzmangel im Auto mit dem Zug und Bus bis zum Gurnigel. Nach einem feinen Punsch im Restaurant, machten wir uns auf, das Gepäck bereit zu machen, so zu verteilen und zu  befestigen, dass wir es tragen konnten. Das ziemlich grosse und schwere Dreibein für unser Znacht über dem Feuer, stellte dabei die grösste Herausforderung dar. Mit den Skis an unseren Füssen, wanderten wir los, um möglichst bald bei unserem geplanten Biwak-Platz anzukommen. Auf dem Weg liessen wir uns von zwei bereits gebauten Iglus inspirieren und freuten uns darauf auch bald mit unserem Iglu zu starten. Beim Platz angekommen stampften wir erst mal eine Fläche, damit der Schnee für den späteren Iglubau möglichst kompakt wird und sich  verbindet. Nach dem Mittagessen in der Sonne, starteten wir mit der Arbeit. Das Bauen eines Iglus entpuppte ich als schwieriger als erwartet. Da der Schnee sehr körnig und eisig war, verbanden sich die einzelnen Blöcke schlecht bis gar nicht. So entschieden wir uns nach ca. drei Stunden Arbeit, dass wir das Iglu offen lassen, ein so genanntes A-glu (Aussen-Iglu). Um vor Dunkelheit noch Essen zu können, machten wir ein Feuer und kochten uns über diesem einen warmen indischen Linseneintopf. Sobald das Feuer aus und die Sonne weg war, wurde es immer kälter. So beschlossen wir, uns in die warmen Schlafsäcke zu begeben und waren schon um 20:00 Uhr «bettfertig». Wir bestaunten den wunderschönen, klaren Sternenhimmel und diverse Sternschnuppen und Satelliten (oder vielleicht ja auch «Ufos»). Wir bemerkten jedoch ziemlich schnell, dass es trotz Schlafsack und warmen Kleidern sehr kalt war und bereiteten uns psychisch auf eine kühle Nacht vor. Nach einer wirklich eiskalten und zum Teil schlaflosen Nacht waren wir am Morgen froh, uns endlich bewegen zu können. Nach dem Frühstück machten wir uns möglichst schnell auf und starteten unsere Skitour auf den Bürglen. Nach und nach tauten diverse Zehen wieder auf und wir bekamen wieder warm. Auf dem Gipfel war dann auch der letzte Fuss wieder einigermassen warm und auch unser Essen wieder aufgetaut.
Wir hatten zwar keinen Powder, aber wir freuten uns trotzdem auf die steile Abfahrt durch ein Couloir hinunter! Am Ende fuhren wir dann noch am Biwak Platz vorbei, um unser Gepäck wieder aufzuladen. Es war zwar ein sehr kaltes, aber erlebnisreiches Wochenende gewesen, welches wir so schnell nicht wieder vergessen werden.

Teilnehmer: Thomas, Hannes, Till, Lea Bégue und Markus Berger, Bergführer.