Tourenbericht Fels- und Firnkurs 11./12. Juni 2022

Tourenbericht Fels- und Firnkurs 11./12. Juni 2022

Der diesjährige Aufbau- und Wiederholungskurs war ganz im Fokus von Firn und Eis. Wie jedes Jahr interessieren sich viele erfahrene,- weniger erfahrene- und neue Alpinisten für die 2  sehr lehrreichen Tage im alpinen Umfeld.  Schon gegen 10 Uhr sind wir nach der Zug- und Busfahrt bei schönstem Frühsommerwetter unterhalb des Steingletschers eingetroffen Die  Teilnehmer wurden auf die 3 Kursleiter Walter, Aron und Martin je nach Niveau und Vorkenntnisse eingeteilt. Nach kurzem Briefing ging es dann Richtung Tierberglihütte 2795 m An jeweils geeigneten Stellen unterwegs wurden viele wertvolle alpintechnische Prozesse, wie Standplatzeinrichtung, Knoten, Seilhandhabung, Seilverkürzung, Einsatz von Sicherungsmaterial, Steigeisen, Pickel, Standplatz auf Eis und Firn u.Vm. geübt. Auch für eine kurze Mittagspause und Fragen / Gespräche reichte die Zeit. Vor dem Abendessen sind wir dann nach und nach in der Tierberglihütte angekommen und es gab noch etwas Zeit für ein Weizenbier und Bewunderung der umliegenden Gipfel, umrahmt von noch immer beeindruckenden Firn und Eismassen. Am 2. Tag war dann Anwendungstour angesagt, wo wir das Gelernte umsetzen konnten. Unsere Gruppe hat das Gwächtenhorn bestiegen, die andern Gruppen übten am Gletscher nahe der Hütte. Aufgrund der hohen Temperaturen sind wir schon ziemlich früh gestartet, damit wir auf dem langen Gletscher «Weg» zügig vorankommen und nicht bis zur Hüfte einsinken. Der Uebergang vom Gletscher auf den Westgrat des Gwächtenhorns war sehr steil und die gelernten Techniken konnten voll angewendet werden. Danach gings über den luftigen Grat in leichter Kletterei auf den Gipfel 3420 m, wo wir die atemberaubende Aussicht bei windstillem- und strahlendem Wetter in vollen Zügen genossen. Der Abstieg durch Firn und Schnee war dann etwas anstrengend, weil die Sonne und Wärme die Firnfelder schon ziemlich aufgeweicht hatte und wir ab und zu tief einsanken. Beim Gletscher, vor der Hütte gab es dann noch Lektionen über den Einsatz von Eisschrauben und Spaltenrettung, bevor wir uns eine Mittagsrast gönnten.  Auf dem Hüttenweg lag noch echt  viel Schnee, aber alles abgesichert mit Seilen  und Wegspuren, so sind wir dann zügig zurück auf den Parkplatz gekommen und erst noch zu früh, aber Bernhard konnte eine frühere Abfahrtszeit mit  Bergtaxi arrangieren. Trotzdem war noch etwas Zeit um im Bach Füsse und Beine abzukühlen. Es waren 2 sehr interessante und lehrreiche Tage, herzlichen Dank an Bernhard für die perfekte Organisation und auch den Kursleitern vielen Danke für die Geduld und Wissensübermittlung.

Jörg Bitterli