Gelmerhütte (BE)  –  Aktive / Senioren A-plus, Mittwoch, 10. August 2022

Gelmerhütte (BE)  –  Aktive / Senioren A-plus, Mittwoch, 10. August 2022

Tourenleitung: Jörg Bitterli / 8 Teilnehmerinnen

Das stabile Sommerhoch beschert uns einen herrlichen Wandertag. Mit dem 7.06 Zug fahren wir via Brünig nach Meiringen, steigen da ins Postauto um, und verlassen dieses bei der Haltestelle Kunzentännlein, Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Es geht gleich bergauf, schräg der Flanke hoch, am Stockseewli vorbei, wo der Weg kurz durch mooriges Gelände führt. Beim Gälmerstutz beginnt die felsige Partie, welche teils über aus Steinen angelegte Treppen gut begehbar ist. Nach einer Stunde Aufstieg erreichen wir den Gelmersee. Die gewaltige Bergwelt und der tiefblaue Himmel mit seinen schneeweissen Wolken spiegeln sich im türkisblau schimmernden Wasser. Herrlicher Anblick!  Wir überqueren die Staumauer und biegen gleich rechts ab. Die Wegstrecke auf der „Sonnseite“ ist schmal, teilweise etwas ausgesetzt und führt mitunter über riesige Felsplatten. Da wo der Wanderweg aus dem Felsen herausgesprengt wurde, ist vorsichtiges Gehen angebracht. Bei Undrist Diechter (Pkt.1885) beginnt der steile Hüttenweg. Der Pfad ist beschwerlich, führt entlang des Diechterbachs, der über mächtige Granitfelsen in die Tiefe stürzt. Linkerhand begleiten uns die Gelmerhörner. Vor uns Ofen- (Jürg schwärmt von diesem Gipfel) Gwächten- und Diechterhoren. Jetzt  noch etwas über 500Hm bewältigen, dann haben wirs  geschafft! Der Schweiss rinnt, die zu überwindenden Felsbrocken sind zum Teil etwas hoch.  Ab und zu halten wir kurz inne, trinken, atmen durch und geniessen dabei die grandiose Aussicht.

Einige von uns kommen etwas früher, andere etwas später in der Hütte an und jemand lässt sich unten am See nieder. Das Wandertempo ist doch etwas zu schnell. Nicht nur die sommerliche Wärme und die Höhenmeter –  auch das Seniorenalter lässt uns halt etwas langsamer gehen.

Die Mittagspause ist kurz, die Zeit knapp. Unsere Plätze auf der Gelmerbahn sind für 16 Uhr gebucht.  Bis zur Staumauer gehen wir denselben Weg zurück, den wir gekommen sind. Für den Abstieg ins Haslital ist die bequeme Variante vorgesehen – die Gelmerbahn. Die Bergstation ist gleich um die Ecke. Knapp, aber noch rechtzeitig erreichen alle das Ziel der Wanderung. Einsteigen bitte! Nun gibt’s neun Minuten Nervenkitzel auf der steilsten Standseilbahn von Europa, die uns nach Handegg hinunter bringt. Anschliessend fahren wir mit dem Postauto nach Meiringen, steigen in den Zug um, nehmen gleich Platz im Speisewagen und bleiben da bis Olten sitzen. Soviel Zeit für den Schlusstrunk hatten wir schon lange nicht mehr! Heimwärts fahren wir via  Bern.

Herzlichen Dank an Jürg – es war eine tolle Wanderung und ein schöner  Tag.

Autorin Eva Buschan